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Auf falscher Fährte
Mir sitzt eine Frau Anfang 40 mit leicht geröteten Augen gegenüber. Sie gibt an, dass Sie seit ca. 20 Jahren verheiratet ist, doch seit einiger Zeit verhält sich ihr Ehemann merkwürdig. Er verdient recht gut, doch er ist immer in den Miesen, seine Kleidung riecht stark nach Nikotin, obwohl er Nichtraucher ist und auf ihre Fragen reagiert er äußerst nervös. In diesem Zusammenhang sprach sie den Verdacht aus, dass ihr Mann fremd geht und sie endlich Klarheit möchte. Unsere Anhaltspunkte sind, dass er nach der Arbeit immer pünktlich mit dem PKW zu Hause ist, aber stets eine 1,5 stündige Mittagspause in Anspruch nimmt.

Zunächst veranschlagen wir drei Überwachungstage in der Mittagszeit am Arbeitsplatz. Am ersten Überwachungstag verlässt unsere Zielperson zur Mittagszeit das Büro, geht zielstrebig zu seinem PKW und fährt los. Wir nehmen sofort die Verfolgung in einem anderen PKW auf. Jedoch merken wir sehr schnell, dass unsere Zielperson unentwegt in den Beifahrer- und Innenspiegel nach hinten schaut, das Blinken zum Abbiegen absichtlich auslässt und über eine Ampel bei „dunkelgelb“ fährt. Hier liegt der Verdacht nahe, dass schon einmal eine Verfolgung stattgefunden haben muss oder unsere Zielperson sehr misstrauisch ist, da diese etwas zu verbergen hat. Die Verfolgung wird sofort abgebrochen, um das spätere Observationsergebnis nicht zu gefährden. Wir fahren allerdings zurück zum Büro der Zielperson, damit noch der Zeitpunkt der Rückankunft erfasst werden kann.

Am nächsten Tag zur Mittagszeit sind wir wieder zur Stelle, diesmal jedoch mit zwei Motorrädern. Zur gewohnten Zeit kommt unsere Zielperson aus ihrem Büro und fährt mit misstrauischen Blick los. Aufgrund der abwechselnden Verfolgung und des seitlichen Ausweichens aus dem Blickwinkel der vor uns fahrenden Zielperson kann uns diese nicht abschütteln und wir können unauffällig folgen. Nach einer etwa 10 minütigen Fahrt verlangsamt unsere Zielperson das Fahrtempo und hält Ausschau nach einem Parkplatz. Wir ebenfalls, ohne die Person aus den Augen zu lassen. 

Nach dem Einparken verlässt die Zielperson ihren PKW, geht noch zwei Straßen weiter zu Fuß und verschwindet in einem Hotel, in das einer von uns folgt, allerdings ohne Helm und Lederjacke, um keinen Verdacht zu erregen. Die Zielperson durchquert recht routiniert und schnell die Lobby vom Hotel und erreicht die Tür zum Casino. Das dort wartende Personal grüßt die Zielperson wie einen Stammgast und geleitet diese zum Roulettisch. Sofort tauscht die Zielperson beim Croupier Geld in Jetons und legt los. Zu diesem Zeitpunkt brechen wir die Beobachtung ab. Am nächsten Tag warten wir bereits um die Mittagszeit am Hotel auf unsere Zielperson, die uns auch nicht enttäuscht und zur gewohnten Zeit das Hotelcasino wieder betritt...
 
Beim Endgespräch mit unserer Auftraggeberin sind die Reaktionen eher gemischt. Sicherlich zufrieden, dass ihr Mann ihr gegenüber treu geblieben ist, andererseits dem Geld und den damit verbundenen Lügen weniger... 
 
 
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